Tradition
Der Ursprung der Hachenburger Kirmes findet sich in den Kirmesmärkten des
Mittelalters, die sich im Laufe der Zeit zu Kirchweihfesten und
volkstümlichen Kirmesen entwickelten.
Im
Jahre 1738
wurde in Hachenburg die neue Stadtkirche geweiht. Kirchweihdatum war
der 15. August (Maria Himmelfahrt), an dem sich seitdem die Kirmes
ausrichtet. Im Laufe der Zeit änderten sich die Bräuche und die Hachenburger
Kirmes wurde zur Saalkirmes. Zu solch einer Saalkirmes wurde im
Kreis-Amtsblatt des Kreisamtsbezirks Hachenburg vom 6. August 1850
eingeladen.
Ab
1879 wurde die Hachenburger Kirmes dann zur Freiveranstaltung, unter anderem
im Schützengarten. 1907 hieß es wörtlich: "Aufstellen des Kirmesbaumes durch
junge Burschen", was 1919 erstmals wieder nach dem 1. Weltkrieg, und mit
vorausgehender Besprechung - also der ersten erwähnten Kirmesversammlung -
durchgeführt wurde. Das Bild rechts stammt aus dem Jahre 1912.
In
Tracht gekleidet stellte die "Kirmesjugend" im Jahr 1921 unter
Lampionbeleuchtung den Kirmesbaum auf. 1926 wird erstmalig die Illuminierung
des Alten Marktes erwähnt, die bereits 1935 mit einer wundervollen Kulisse
von ca. 1.200 Kerzenlichtern rund 3.000 Kirmesgäste auf den Alten Markt
lockte. 1938 feierte der Titel "Kirmesekel" Premiere. Auf dem Bild sehen Sie
vier Kirmesburschen aus dem Jahr 1931: Wilhelm Lück, Karl Bierbrauer,
Antonius Webler und Clemens Mauer.
Am
1. Juli 1952 fand die Gründung der Kirmesgesellschaft Hachenburg als Verein
statt. Nachdem bei einer Versammlung drei Wahlgänge die Frage nach dem
Kirmesekel - zur Wahl standen Hans Becker und K. H. Christian - nicht klären
konnten und ein Losentscheid abgelehnt wurde, schlug die Versammlung
kurzerhand die Gründung eines Vereins mit dem Präsidenten K. H. Christian
und dem Kirmesekel Hans Becker vor. Gasagt getan - der Gründung des Vereins
Hachenburger Kirmesgesellschaft mit dem Zweck der "Pflege des heimatlichen
Brauchtums insbesondere als Träger und Ausrichter der Hachenburger Kirmes"
wurde mehrheitlich zugestimmt.
