19.11.2017

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Stadt

Kirmeslexikon

Aaler Maat
(Alter Markt) Stätte der Glückseligkeit am zweiten Wochenende im August, wenn dort feierlich die Kirmes eröffnet wird.

Aalstärrer
(Altstädter) Befreundete Bewohner eines vor langer Zeit eingemeindeten Stadtteils von Hachenburg. Mit ihnen werden beim Frühschoppen am Kirmesmontag Höflichkeiten ausgetauscht.

Aaschlescher
(Gesäßvertiefungen) Standardausdruck unseres viel zu früh verstorbenen Ehrenekels Erich Lang.

Ausroofen
Das Ausrufen der Kirmes am Samstagmorgen, das sich bis in die späten Nachmittagsstunden hinziehen kann und welches den einen oder anderen Teilnehmer (bedingt durch unkontrollierte Flüssigkeitszufuhr) schon daran gehindert hat, an der offiziellen Eröffnung der Kirmes teilzunehmen.

Brezelzug
Festzug am Sonntag mit befreundeten Vereinen, Kapellen und natürlich den Kindern, welche die Brezeln tragen. Diese werden nach dem Eintreffen im Festzelt kostenlos verteilt. (Die Brezeln, nicht die Kinder)

Brutsch
Anlassbezogener negativer Gesichtsausdruck. Meist verwendet von Altstädter Mitbewohnern beim verbalen Schlagabtausch während des Montagsfrühschoppens.

Burschgaaden
(Burggarten) aktueller Standort des Festzeltes, außerdem Ausweichmöglichkeit für verliebte Pärchen, die dem Trubel des Festes entrinnen möchten.

Debben
(Topf) Teil des Krautordens.

Ekel
(Kirmesekel), wird jedes Jahr von den Mitgliedern der Kirmesgesellschaft neu gewählt. Repräsentant der Kirmes.

Frühschoppen
Nettes Beieinandersein am Kirmesmontag.

Grete
Hachenburger Kirmesfigur, findet sich im Wappen der Kirmesgesellschaft und im Kirmeslied „Hat der Hans auch graue Haare“ wieder. Siehe auch Hans.

Häändschen (Handschuhe)
Teil des Krautordens.

Hans
Hachenburger Kirmesfigur, findet sich im Wappen der Kirmesgesellschaft und im Kirmeslied „Hat der Hans auch graue Haare“ wieder. Siehe auch Grete.

Hui Wäller? Allemol!
Begrüßungsruf der Westerwälder, wobei der Grüßende „Hui Wäller?“ ruft und der Gegrüßte mit „Allemol!“ antwortet.

Ischel (Igel)
Hachenburger Festspeise, welche alljährlich anlässlich der Kirmes zubereitet wird. Den Tieren zuliebe nicht aus Igeln, sondern aus Hackfleisch.

Jammertal
Kosename für den vor langer Zeit eingemeindeten Stadtteil Altstadt.

Kirmesbaum
Wird jeweils am Kirmessamstag mit feierlicher Zeremonie auf dem Alten Markt aufgestellt.

Kirmesekel
Siehe Ekel

Krautorden
Der Ursprung des Ordens liegt in der Zeit als im Westerwald im Herbst zur Erntezeit die „Krauthoste“ abgehalten wurde. Jungen und Mädchen trafen sich um Zwetschgen, Birnen, Äpfel usw. zu Kraut zu kochen. Dazu brauchte man einen „Menger“ (großer Kochlöffel) zum Umrühren, eine „Laaider“ (Leiter), um in „dat gruuße Debben“ (den großen Topf) zu kommen, „Häändschen“ (Handschuhe), weil alles sehr heiß war, und „Stiwwel“ (Stiefel) um im Debben alles kleinzustampfen. Derjenige, der sich bei dieser Hoste besonders hervortat, bekam am Schluss den Krautorden aus Leder. Die Kirmesgesellschaft übernahm diesen Brauch. Das Original des Krautordens trägt der zweite Vorsitzende. Der Krautorden wird verdienten Mitgliedern des Vereins verliehen.

Laaider
(Leiter) Teil der Krautordens.

Menger
(Umrührer) Teil des Krautordens.

Mouerstratzer
So werden die Hachenburger von den befreundeten Bewohnern eines vor langer Zeit eingemeindeten Stadtteils (siehe unter A wie Aalstärrer) genannt. Der Standardausdruck des viel zu früh verstorbenen Ehrenekels Erich Lang (siehe unter A wie Aaschlecher) wird ebenfalls auch gerne für die unter M wie Mouerstratzer aufgeführten Personen verwendet.

Der gemeine Mouerstratzer zeichnet sich durch seinen spärlich bestickten Kittel, aber auch durch das größte Volksfest der Region aus. Nichts desto trotz finden sich die unter A wie Aalstärrer immer wieder gern im unter B wie Burschgaaden beschriebenen aktuellen Standort des Zeltes ein. Vereinzelt wurden sogar schon beim unter F wie Frühschoppen beschriebenen netten Beieinandersein am Kirmesmontag Verbrüderungsszenen an der Theke beobachtet. (Ausführungen einer unter A wie Aalstärrer beschriebenen Person beim Altstadtkirmesmontagsfrühschoppenschlagabtausch).

Neckerei
DAS Hachenburger Kirmeslied, auch „Äckerchen“ genannt.

Obergreiner
Kosename für unseren verstorbenen Ehrenekel Erich Lang.

Präses
(Präsident) Erster Vorsitzender unseres Vereins.

Rään
(Regen) Das schlimmste, was uns passieren kann.

Rot/Gelb
Die Farben der Stadt Hachenburg, und somit auch der Kirmesgesellschaft.

Sonn
(Gasthaus „Zur Sonne“) Vereinslokal.

Stadtschlüssel
Wird beim Umzug am Kirmesmontag vom Bürgermeister (meist nur unter Androhung von Gewalt) an die Kirmesgesellschaft übergeben.

Stiwwel
(Stiefel) Teil des Krautordens.

Tradition
Ein Auszug aus den „Bestimmungen der Ordnung“ des Grafen Gerhard II. aus der Mitte des 15. Jahrhunderts belegt, dass in Hachenburg schon seit langer Zeit Kirmes gefeiert wird: „Der kleine Zoll, der auf den zwei Kirmestagen erhoben wird, gebührt der Stadt, ebenso der Bierzins“.

Wappen
Das Wappen der Kirmesgesellschaft Hachenburg zeigt den Kirmesbaum mit Hans und Grete, die miteinander tanzen. Im Hintergrund sind die Türme der evangelischen und der katholischen Kirche zu sehen. Es wurde im Jahr 1988 vom Hachenburger Töpfermeister Achim Reineck entworfen.

Westerwaldbrauerei
Hersteller eines köstlich schäumenden Getränkes, welches sich auf unserer Kirmes großer Beliebtheit erfreut. Außerdem Sponsor eines gemütlichen Beisammenseins der Kirmesgesellschaft am Dienstag nach der Kirmes.

Zapfenstreich, Großer
Nicht etwa das Ende eines Kirmesabends, sondern musikalischer Höhepunkt der Eröffnung der Kirmes auf dem Alten Markt, ausgeführt vom Spielmannszug Steinebach und dem Musikverein Siershahn.